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Mosambik: Neues aus den Nationalparks und Wildschutzgebieten

Ein Bericht vom Januar 2008 (Stand 01/2008, Text unverändert).

Limpopo Transfrontier Park
Der neue Parkeingang liegt ca. 7 km hinter Massingir am nördlichen Ufer des Stausees. Auch im Park fährt man zunächst noch durch Dörfer und begegnet Menschen und Rindern anstelle von Wildtieren. Die Umsiedlungsaktionen für die Dörfer im Park sind trotz der lukrativen Entschädigungsangebote bisher recht erfolglos. 24 km nach dem Parkeingang erreicht man den NP-Campingplatz Aguia Pesqueira, der einen sehr gepflegten Eindruck macht. Die Lage am Hochufer des Stausees erlaubt je nach Stellplatz teilweise schöne Ausblicke über den See. Die Sanitäreinrichtungen des Campsites sind sehr gut, hier wurde nicht gespart und hat offensichtlich der südafrikanische Standard als Vorbild gedient.
Das Community Camp Covane, welches nicht im Park, sondern rund 10 km westlich von Massingir am Südufer des Sees liegt, hat uns nicht überzeugt. Als Camper hat man dort nur den kleinen Parkplatz zur Verfügung und bezahlt 250 Mtc. (10 US$ pP) anstelle von 100 Mtc. im Park. Andererseits bietet nur das Community Camp Unterkunft in Chalets, die einen recht netten und sauberen Eindruck machen (Preis je nach Größe 1000-1900 Mtc/Nacht). Das Community Camp bietet ein kleines Restaurant. Wer allerdings unangemeldet auftaucht, muss damit rechnen, sich selbst zu versorgen. 

Die Bildergalerie zeigt Impressionen vom Park nahe dem Eingang, Sanitärbereich und Aussicht im Aguia Pesqueira Campsite, den Giriyondo Grenzposten nach Südafrika und Bilder aus dem Covane Community Camp.







Gorongosa Nationalpark
Im Gorongosa NP finden zur Zeit die stärksten Veränderungen statt. Die finanzstarke amerikanische Carr Foundation hat Marketing und Management übernommen und gewaltig angekurbelt. Im Jahr 2007 wurden zahlreiche wichtige Persönlichkeiten und Meinungsbilder in den Park eingeladen, darunter Vertreter der Weltbank und internationale Touristiker. Die Werbung funktioniert, aber bei unserem Besuch im Oktober 2007 haben wir auch einige Schwächen entdeckt. So sind z. B. die wieder eingeführten Wildtiere, mit denen kräftig geworben wird, für Touristen noch überhaupt nicht von Belang, weil sie für die nächsten Jahre in einem umzäunten, unzugänglichen Bereich gehalten werden. Chitengo Camp erfährt unglaubliche Veränderungen, es entsteht praktisch ein völlig neues Touristencamp nach südafrikanischem Vorbild. Das bedeutet bis zum Ende der Baumaßnahmen ein Residieren auf der Baustelle, mit allem Lärm und den Beeinträchtigungen, die damit einher gehen. Fazit: Solange gebaut wird, ist es unruhig und wenig gemütlich im Chitengo Camp. Anschließend wird man hier einen Wildpark nach SA-Vorbild erleben.

Die Bildergalerie zeigt Aufnahmen vom Chitengo Camp: Das Restaurant (wird durch eine deutlich größere Boma ersetzt werden), der Poolbereich, renovierte Bungalows und der Campingplatz, auf dem zur Zeit hauptsächlich Bauarbeiter leben. Die beiden Motive aus dem Park zeigen ein wenig scheues Oribi und die erste Löwin, die wir je im Gorongosa NP entdeckt haben.




Quirimba Nationalpark: Mareja Project
Dieser Nationalpark erstreckt sich über zahlreiche Inseln und Archipele im Indischen Ozean und einen Teil des Landesinneren. Das so genannte Mareja Project liegt in diesem Gebiet. Entgegen der Angaben auf der Website www.mareja.com ist das private Wildschutzgebiet nicht erschlossen und kaum zugänglich. Wir haben trotz guter Vorbereitung nur mit viel Mühe die Zugangswege finden und das Gebiet durchqueren können. Es sind keine Wegweiser vorhanden, die Piste von Westen ist sehr steinig, die östliche Zufahrt stark zertrampelt und bestenfalls während der Trockenzeit mit Allrad und guter Bodenfreiheit befahrbar. Die Wildtiere sind sehr rar und scheu. So wie sich das Projekt derzeit präsentiert, ist es wenig überzeugend.

Niassa Reserve
Das neue Lugenda Wilderness Camp liegt nicht direkt im Reservat, sondern in der Pufferzone, die sich direkt südlich des Lugenda an das Schutzgebiet anschließt mit Blick über den Fluss bis zu den markanten Kegelbergen. Mit diesem Camp ist das Niassa Reserve auf die Landkarten des internationalen Edeltourismus geraten. Die südafrikanischen Camp-Manager unternehmen mit ihren Gästen abwechslungsreiche Ausflüge und Pirschfahrten in die landschaftlich sehr reizvolle Umgebung. Die Wildtierdichte ist jedoch noch nicht mit ähnlichen Parks in den Nachbarländern vergleichbar. Dafür ist man hier wirklich weitab der Touristenströme inmitten einer grandiosen Wildnis.

Die Bildergalerie zeigt Innenaufnahmen vom Hauptbereich des Camps

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Caja: Brücke am Zambezi
Das 65 Mio. Euro teure EU-Projekt nimmt Gestalt an: Planmäßig soll die Sambesifähre bei Caja im März 2009 fertiggestellt sein. Das spanisch-italienische Bauteam leistet gute Arbeit, während das mosambikanische Militär für einen reibungslosen Fährbetrieb auf den beiden Autofähren sorgt.
Caja, einst ein trostloser moskitoverseuchter Flecken am Südufer des Sambesi, entwickelt sich durch den Brückenbau zur Boomtown. Restaurants, Bars und Gästehäuser sprießen aus dem Boden. Ob sie überleben, wenn die Bauleute wieder abziehen, bleibt abzuwarten.

Die Bildergalerie zeigt Aufnahmen vom Brückenbau im Oktober 2007.


 

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