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Willkommen beim Ilona Hupe Verlag

Der Spezialist für Afrika und Oman

Malawi Wildlife Special

Dieser Bericht entstand nach den Recherchen in Malawi im Oktober / November 2008 (Stand 11/2008, Text unverändert).
Der Schwerpunkt lag auf den jüngsten Entwicklungen im Natur- und Tierschutz in den verschiedenen Parks und Schutzgebieten des Landes. Begonnen hatten wir unsere Reise im Süden Malawis, wo sich ein Kleinod an das andere reiht.

Majete Wildlife Reserve
Lage: 19 km nördliche von Chikwawa; ca. 80 km von Blantyre entfernt.
Basisinfos: Das knapp 700 km² große Schutzgebiet stand bis 2003 unter staatlichem Management (stark vernachlässigt, kaum noch Wildtiere, zügellose Wilderei). Seither steht Majete unter der Verwaltung von African Parks Network (
www.majete.org). Die Organisation hat hohe Investitionen getätigt (Straßenbau, Elektroumzäunung, Wildtier-Rückführungen, Wildhüter-Ausbildung etc.).
Preise: Conservation Fee/Eintritt: 3000 MKw pP und 200 MKw pro Fahrzeug (wird pro Einreise, nicht pro Tag berechnet). Safari Lodge: mit Vollpension 9850 MKw pP/Tag, Camping 700 MKw pP/Tag.
Unser Eindruck: Der Park beherbergt heute wieder sehr viele Wildtiere, darunter rund 100 Elefanten und acht Rhinos. Auf einem zweistündigen Game Drive konnten wir mühelos (sehr schreckhafte) Elefanten, zahlreiche Wasserböcke, Elenantilopen, Warzenschweine, Impalas, Kudus, Zebras, Nyalas, Hippos und eine stattliche Herde Rappenantilopen beobachten. Das eher kleine Wegenetz im Park sollte wegen der vielen Flussbetten und Furten nur mit Allrad befahren werden. Die Wege führen leider nur selten nah am malerischen Shire vorbei, so dass man nur an wenigen Stellen einen Blick auf die herrliche Szenerie am Fluss erhascht. Im Hinterland dominiert ein Buschwald mit Tieflandvegetation (viel Combretum, einige Baobabs).
Mit dem Thawale Camp an einer künstlichen Wasserstelle ist den Betreibern ein ansprechendes Safari Camp mit geräumigen Zeltchalets und einer sehr großen Boma gelungen. Der Campingplatz mit Bar, zwei Zeltunterständen und guten Sanitäreinrichtungen, wurde dagegen unglücklich positioniert: direkt neben Zaun und Straße in einer leichten Senke.
Der Empfang am Gate und in den Camps ist freundlich und bemüht.



Fazit: Die Tierbeobachtungen sind vielfältig und sehr gut. Touristische Einrichtungen: Einladende Safari Lodge, aber ein von der Lage enttäuschender Campingplatz. Es fehlen Ausbuchtungen, kleine Drives und Aussichtsstellen am Ufer des Shire River.
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Mwabvi Wildlife Reserve
Lage: An der mosambikanischen Grenze weit im Süden Malawis, rund 135 km von Blantyre. Kurz vor dem Ort Bangula beginnt die 8 km lange, beschilderte Zufahrt.
Basisinfos: Sehr abgelegen, schwer zugänglich, keine natürlichen Grenzen umgeben das winzige Reservat. Mwabvi WR wurde jahrzehntelang extrem vernachlässigt. Seit 2007 engagiert sich “Project African Wilderness (PAW)” in diesem Gebiet und versucht, es wieder aufzubauen (
www.projectafricanwilderness.com).
Preise: Eintritt: 5 US$ pP und 1 US$ pro Fahrzeug, jeweils einmalig pro Eintritt. Camping im Migudu Camp: 8 US$ pP. Zahlbar in US$ oder MKw.
Unser Eindruck: Neue Schilder entlang der Zufahrt, ein großes Headquarters und ein offizielles Gate am Parkeingang erwecken einen beflissenen, seriösen Eindruck. Etwa 3 km nach dem Gate wurde zwischen Felsen leicht erhöht das Migudu Camp angelegt. Es bietet eine riesige Aussichtsplattform, klaustrophobische Duschen und Toiletten und in etwa 100 – 150 m Entfernung sechs isolierte Campingstellflächen mit Wasserhahn, Mülltonne und Grillstelle. Durchaus stimmungsvoll am Abend. Aber das große Manko dieses Parks sind die fehlenden Wildtiere. Und die vielen Fußgänger und Fahrradfahrer im Transit... Wir hören oder sehen keinerlei Antilopen, obwohl es laut Wildhüteraussage ein paar scheue Büffel, Rappenantilopen, Kudus und Impalas geben soll. Unsere einzige Ausbeute sind Paviane, Papageien und Tokos. Da der Park auch keine Rundwege, sondern nur zwei Allradstichstraßen aufweist, sind Pirschfahrten wenig attraktiv. Das Gelände ist leicht hügelig und zumeist von dichtem Mopanewald bedeckt (viele kleine Fliegen). Am anderen Morgen begegnen uns auf dem kurzen Weg zum Gate zahlreiche Fußgänger und Radfahrer, die den Park als Transitroute zwischen den Dörfern und sogar nach Mosambik schätzen (über eine “grüne” Grenze).


Fazit: Es ist noch viel Arbeit und Einsatz nötig, um Mwabi zu retten: Tiere rein und Leute raus. Dann wäre eine Nacht im Migudu Camp durchaus reizvoll.
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Lengwe Nationalpark
Lage: An der mosambikanischen Grenze im Süden Malawis gelegen.
Basisinfos: Ansprechender, kleiner Nationalpark, der wenig besucht wird.
Preise: Eintritt 5 US$ pP/Tag, 2 US$/Fahrzeug, Camping am Park 3 US$ pP, an der Nyala Lodge 6 US$ pP. Die ehemals staatliche Nyala Lodge wird seit 2003 von Jambo Africa Ltd. geführt (Mittelklasseanlage mit Pool).
Unser Eindruck: Das Potenzial dieses Parks ist groß, denn der Artenreichtum, z. B. mit Nyalas, Samangoaffen und Sunis, ist vielfältig, und die Tieflandvegetation sehr ansprechend. Leider wird zu wenig für den Park getan; die Beobachtungsplattformen werden brüchig oder brannten bei Waldbränden nieder; künstliche Wasserstellen sind seit Jahren nicht mehr in Betrieb. Schade um diesen bezaubernden Park. Ein Besuch lohnt sich aber definitv.

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Nyala Park
Lage: Auf dem Gelände des privaten Illovo Sugar Estates bei Nchalo gelegen, ca. 75 km von Blantyre
Basisinfos: Kleines, naturbelassenes Parkgelände in Firmenbesitz in dem zahlreiche Antilopen und andere Wildtiere gehalten werden.
Preise: Eintritt 300 MKw, Fahrzeuge 400 MKw, Camping 500 MKw pP.
Unser Eindruck: Sicherlich kein Wildnischarakter, eher ein Wildgehege mit herrlicher Vegetation (Fieberbäume) und einem versteckten Campingplatz. Sehr artenreich: Hunderte, halbzahme Nyalas, Giraffen, Gnus, Zebras, Kudus u. v. m. sowie eine große Vogelvielfalt. Klein aber fein!

Nach diesen vier Parks im tiefliegenden, heißen Lower Shire Valley, die man möglichst in der kühleren Jahreszeit besuchen sollte, fuhren wir über die Teeanbaugebiete nach Mulanje.

Mulanje Mountain Forest Reserve
Lage: Im Südosten von Malawi steht das Bergplateau unter Schutz.
Basisinfos: Dieses Reservat ist in erster Linie ein Ziel für Bergwanderer. In Likabula, an der Westflanke des Bergplateaus, liegt das touristische Zentrum.
Preise: Seit Mai 2008 wird in Likabula Eintritt verlangt: 100 MKw pP und 200 MKw pro Fahrzeug, einmalig pro Eintritt. Bergsteiger zahlen außerdem 700 MKw pro Übernachtung in einer Berghütte bzw. 400 MKw für Camping auf dem Bergplateau. Bergführer kosten 1300 MKw und Träger 1000 MKw pro Tag (zahlbar beim Forestry Office von Likabula). Weniger Sportliche quartieren sich in Likabula ein, wo die Forest Lodge einfache Zimmer vermietet, und das CCAP Likabula House gemauerte Bungalows (ab 25 US$ pP) und einen kleinen Campingplatz (3 US$) anbietet.
Unser Eindruck: Die Situation für Übernachtungsgäste hat sich in Likabula verbessert, seit man beim CCAP Likabula House schöne Bungalows errichtet hat, und das Campinggelände mit einer Wiese begrünt und mit neuen Duschen/WC ausgestattet wurde. Beunruhigend ist der Mangel an Vögeln, ferner waren weite Bereiche des Bergplateaus im Herbst 2008 durch Busch- und Waldbrände verunstaltet. An den Likabula Falls waschen die Einheimischen ihre Wäsche, was den Eindruck für Besucher etwas trübt.

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Zomba Plateau
Lage: Bergplateau bei der südmalawischen Stadt Zomba.
Basisinfos: Gilt als Naherholungsgebiet und bietet ein Firstclasshotel, Gästehäuser und Campingplätze.
Preise: Der Zutritt ist gebührenfrei
Unser Eindruck: Seit Jahren nimmt die Abholzung des alten Baumbestands insbesondere an den steilen Berghängen zu, wie man bei der Auffahrt auf das Plateau bestürzt beobachten kann. Gute Wandermöglichkeiten; die reiche Vogelwelt scheint aber auch hier abzunehmen.
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Kasungu Nationalpark
Lage: Ein großer Nationalpark, im Zentrum Malawis an der Grenze zu Sambia gelegen.
Basisinfos: Leicht erreichbar durch eine gute Zufahrt ab der Stadt Kasungu (35 km). Im Park existiert ein Stausee, an dem eine Mittelklasselodge und ein Campingplatz liegen. Der Park leidet seit Jahren unter der illegalen Wilderei, dem Bevölkerungsdruck an den Parkgrenzen und wurde darüber hinaus 2005/2006 für Militärübungen missbraucht. Außerdem wurden zahlreiche Wildtiere aus dem Kasungu NP z. B. in den Liwonde NP umgesiedelt, was den Tierbestand weiter schmälerte. In den 1990ern galt der Park als “Sibirien Malawis”, doch inzwischen habe er sich deutlich erholt (wurde uns mehrfach versichert).
Preise: Eintritt 5 US$ pP/Tag und 2 US$/Fahrzeug/Tag. Unterkunft in der Lodge 75 US$/DZpP für ÜF, Mietzelte 25 US$ pP, Camping 8 US$ pP.
Unser Eindruck: Von den rund 120 Elefanten und knapp 30 Hippos bekamen wir tatsächlich einige beim Lifupa Damm zu sehen. Dort halten sich auch ständig Pukus und zahlreiche Wasservögel auf (Kiebitze, Nilgänse etc.). Eine schöne Stimmung mit nächtlichem Flusspferdgrunzen. Pirschfahrten endeten dagegen ernüchternd, denn jenseits der Wege am Stausee sind die Pisten praktisch nicht mehr gewartet und wachsen zu. Wir mussten beim Lower Lingadzi Drive auf halbem Wege wenden. Mehrere Stunden auf Game Drive hatten neben schlechten Straßen lediglich Kudus, Steinantilopen und Tierspuren erbracht. Keinerlei Impalas, fast keine Vögel. Wir haben weder die Zebras noch Büffel entdecken können. Lodge und Camping stehen unter deutschem Management (
www.lifupa-lodge.com), die Ausstattung ist gut und das Personal freundlich. Niederschmetternd war jedoch die Erkenntnis, dass sich seit unserem letzten Besuch ein ganzes Dorf mitten im Park angesiedelt hat. Die Parkverwaltung und die Scouts leben dort mit Schule, Workshop u. v. m. Ein halbzahmes Schirrantilopen-Pärchen hält sich auch im Dorf auf. “We need our women every day”, so die Aussage eines Verwaltungsbeamten im Park. Und so kommt es, dass man morgens durch das Krähen der Hähne geweckt wird... Wir empfehlen Besuchern, beim Damm zu verweilen und auf Game Drives weitgehend zu verzichten. Die besten Tierbeobachtungen gelingen direkt von der Terrasse der Lodge aus.

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South Viphya Forest Reserve
Lage: Waldgebiet im bergigen Hochland zwischen Mzuzu und Kasungu
Basisinfos: Touristisch wenig erschlossenes Gebiet, das hauptsächlich dem Schutz der alten Wälder und der Forste dient.
Preise: keine Gebühren
Unser Eindruck: Touristen stehen zwei Übernachtungsgelegenheiten offen; das einfache staatliche Kasito II Resthouse der Forstbehörde und die private Luwawa Forest Lodge. Das Raiply Guesthouse bei Chikangawa ist geschlossen worden. Außergewöhnlich schwere Waldbrände haben im Oktober 2008 dem weitläufigen Wandergebiet rund um die idyllisch gelegene Luwawa Forest Lodge schweren Schaden zugefügt.

Mzuzu Nature Reserve
Lage: Am Ortsrand von Mzuzu in Richtung Nkhata Bay, 1 km neben der Straße gelegen
Basisinfos: Kleines Naturschutzgebiet im Wald ohne Wildtiere
Preise: keine Gebühren
Unser Eindruck: Zugänglich für Picknicks oder Waldspaziergänge. Es gibt ein großes Büro mit mehreren Verwaltungsangestellten, die seit Jahrzehnten über die Zukunft des Reservats grübeln, und Besucher um eine Eintragung im Gästebuch bitten. Aussagen zur Zukunft des Parks und über die derzeitige Aufgabe der Einrichtungen konnten sie nicht machen.

Nkhotakota Game Reserve
Lage: Zentralmalawi, Waldgebiet zwischen Hochland und dem Ufer des Malawisees
Basisinfos: Das mit 1800 km² größte und älteste Wildreservat des Landes ist so weitläufig und unzugänglich, dass es auf diese Weise vielen Wildtieren Schutz gewährt. Es gibt praktisch keine Straßen und Wege außer der Transitstraße zwischen Kasungu und Nkhotakota. Das Gebiet bleibt weitgehend sich selbst überlassen, aktiver Schutz findet kaum statt.
Preise: Eintritt 5 US$ pP/Tag, 3 US$ pro Fahrzeug/Tag und 3 US$ pP für Camping im Chipata Camp, der einzigen Übernachtungsmöglichkeit.
Unser Eindruck: Dichter Wald bedeckt den Park von den Bergen bis nahe an den See. Sehr einsames Gebiet, es gibt keine Dörfer im Reservat, weil es auch keine Straßen gibt. Game Drives sind somit auch nicht möglich. Der Park ist touristisch fast unerschlossen. Nur das Chipata Camp am gleichnamigen Berg steht Campinggästen zur Verfügung, das seit Jahrzehnten vom freundlichen Caretaker Michael betreut wird. Von hier aus kann man Wanderungen unternehmen, z. B. zu den alten Bergurwäldern am Chipata Mountain. Alternativ bietet die Nkhotakota Pottery Walking Safaris im Tieflandbereich des Reservats an, wo sich zahlreiche Schirrantilopen, Paviane und auch Elefanten aufhalten. Die Tiere sind jedoch sehr scheu. Am westlichen Parkrand liegt das Mbobo Game Camp. Der Ranger erzählte uns von einer Tierbestandszählung, die kürzlich stattgefunden habe; Ergebnis seien aber noch unveröffentlicht. Rund 800 Elefanten werden im Reservat vermutet, außerdem viele Hyänen, aber nur sehr wenige Löwen. Die Unzugänglichkeit scheint der beste Schutz für das große Nkhotakota GR zu sein. Durchquert man den Park auf der einzig möglichen Strecke zwischen Kasungu und Nkhotakota, wird man für die vielen Schlaglöcher an den Steigungen mit flüchtenden Pavianen, Perlhühnern am Straßenrand und vielen “Elephant Apples” entschädigt.

Noch ein paar kurze Informationen zu den anderen Nationalparks und Schutzgebieten:

Liwonde Nationalpark
Der südliches des Malawisees am Shire River gelegene Tieflandnationalpark ist eine Erfolgsgeschichte, seit internationale Organisationen in den 1990ern das Augenmerk auf diesen Park legten. Sehr tierreich und mit einer malerischen Flusslandschaft ausgezeichnet, ist dieser Nationalpark seit Jahren ein beliebter Besuchermagnet.

Thuma Forest Reserve
Die aktuelle, ausführliche Beschreibung des Schutzgebietes und des Engagements der WAG siehe auf unserer Website: Thuma FR
Preise: Einmaliger Eintritt pP und pro Fahrzeug: 250 MKw, Camping 250 MKw pP/Nacht.

Nyika Nationalpark und Vwaza Game Reserve
Seit David Foot (Nyika Safari Company) das Land verlassen hat, werden beide Gebiete wieder ausschließlich staatlich geführt. Es hat sich aus touristischer Sicht wenig verändert, jedoch wurde die Chelinda Luxuslodge geschlossen. Camping und Chalets stehen in beiden Parks zur Verfügung, die Preise sind unverändert. Die Zufahrten sind in Ordnung, und vom Vwaza Game Reserve, das sich erfreulich entwickelt, werden inzwischen sogar Wild Dog-Sichtungen gemeldet.

Resümee
Wir haben bei den aktuellen Parkbesuchen ganz unterschiedliche Eindrücke gewonnen. Mancherorts ist das redliche Bemühen um den Naturschutz sichtbar, andernorts herrscht Resignation vor. Dort, wo sehr viel Geld investiert werden konnte, ist auch viel umgesetzt und erreicht worden. Als Beispiel nennen wir den Liwonde NP und Majete WR. Erfolgreich entwickelt sich auch das Vwaza GR, das an die tierreichen Gebiete des sambischen Luangwatals angrenzt.

Organisationen, die mit einem schmaleren Budget auskommen müssen, haben es dagegen sehr schwer. Problematisch erscheint uns, dass in Malawi überwiegend kleine Schutzgebiete wie Inseln inmitten des überbevölkerten Landes liegen. Einzelne kleine Projekte sollten gebündelt werden und ein landesweit übergreifendes Konzept erstellt werden. Doch da wäre auch die Regierung gefragt, ihren Beitrag zu leisten. Die Nationalparkbehörde scheint damit beschäftigt, sich selbst zu verwalten und tritt viel zu wenig als Koordinator zum Schutz der Natur auf. Das Staat überlässt fast überall das Engagement ausländischen Organisationen bzw. privaten Firmen und Spendern.

Außerhalb der Parks und Schutzgebiete zeigt sich die Situation alarmierend. Verstöße gegen die bestehenden Gesetze (Wilderei, illegaler Holzeinschlag, Fischen mit Moskitonetzen) werden offensichtlich kaum geahndet. Die langfristigen Folgen sind ein erschreckender Rückgang der Vogelwelt und des alten Baumbestands, die Überfischung des Malawisees und das nachlassende Naturschutzbewusstsein in der Bevölkerung.

 

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