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Willkommen beim Ilona Hupe Verlag

Der Spezialist für Afrika und Oman

Projektvorstellung: Chipembele Wildlife Education Trust

Dieses Projekt führt uns wieder nach Zambia, genauer gesagt mitten in das Luangwa Valley. Auch hier haben wir das Glück, seinen Werdegang
über Jahre hinweg mitverfolgen zu dürfen. Inzwischen ist Chipembele fest etabliert, genießt internationale Bekanntheit und hat bereits sehr viel Anerkennung erhalten. Wie Chimfunshi verdankt auch Chipembele seine Existenz der Leidenschaft und Tatkraft eines einzelnen Ehepaares.

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Bild oben: Der Luangwa River am Ende der Trockenzeit. Bizarre, entwurzelte Baumgerippe belegen allerorten die Wucht des Flusses in der Regenzeit.

Begonnen hat die ganze Story 1998. Das Oxforder Polizistenpaar Anna und Steve Tolan fällt eine Entscheidung, die lange gereift ist und das Leben
der beiden vollkommen umkrempeln wird. Sie verkaufen ihr Haus, quittieren den Dienst und wandern aus nach Zambia. Zuvor hatten sie viele
Länder Afrikas bereist und von einem Naturschutzprojekt geträumt, für das es sich lohnen würde, alles aufzugeben. Am Ufer des Luangwa fanden
sie schließlich den Ort ihrer Sehnsucht: Die Ursprünglichkeit und Wildheit des Luangwatals ist unvergleichlich.

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Bilder oben: “Tina the Tourist”, ein Anschauungsobjekt für sambische Schulkinder; Beschilderung; Naturschutz-Anliegen in bildhafter, kindgerechter Sprache.

Im Jagd- und Safarigebiet Lupande GMA, direkt gegenüber dem South Luangwa Nationalpark, ließen sie sich auf einem nahezu schattenlosen
Stück Erde im Mopanewald am Ufer des Luangwa nieder, erarbeiteten sich das Vertrauen des Chiefs und durften schließlich das Land pachten,
um dort ihr vorgesehenes Naturschutzprojekt zu gründen.

Es gibt unterschiedliche Ansätze für den Naturschutzes. Die Tolans entschieden sich dafür, sich die Kinder Afrikas zu Verbündeten zu machen.
Wer sonst würde einmal die Belange Afrikas bestimmen, wenn nicht die junge Generation. Afrikanische Kinder erhalten in der Regel nur wenig
Förderung und Inspiration. Tierschutz bleibt für die meisten ein Fremdwort; Wildtiere bedeuten eine Gefahr für Leib und Leben bzw. für die
Ernte in den Dörfern. Über Abholzung und ihre verheerenden Folgen wird nicht nachgedacht. Von den Hunderten Kindern, die im Luangwatal
leben, haben erschreckend viele noch niemals lebende Wildtiere gesehen. Genau da wollten die Tolans ansetzen: Ob die Kinder im Luangwatal
den Wert ihrer Umwelt und Wildtiere erkennen und schätzen lernen, wird entscheidend sein für die Zukunft des Landes.

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Bilder oben: Zugang zum Schulgebäude; Anna Tolan mit ihren Schülern im Klassenzimmer; das Skelett einer Giraffe.

Sie errichteten zunächst ein Schulgebäude und nahmen Kontakt zu den Dorfschulen rund um Mfuwe auf. Nach einem festen Plan besuchen seit
Mai 2001 die Schulklassen der ganzen Region mit ihren Lehrern abwechselnd Chipembele und verbringen dort einen ereignisreichen Tag mit
Unterricht und spielerischen Wettkämpfen rund um Naturschutzfragen, wie den Jagdlizenzen, der Wilderei, der illegalen Jagd mit Tierfallen, Abholzungsproblemen und dem Safaritourismus. Die Kinder bilden Gruppen und erarbeiten unterschiedliche Standpunkte zu den Themen.
Sie können Mitglied in einem eigenen Wildlife Club werden, Preise gewinnen und so behutsam, aber nachhaltig für den Naturschutz sensibilisiert
werden. Das Projekt versorgt die Kinder mit einem reichhaltigen Mittagessen, was für viele Schüler ein zusätzlicher Höhepunkt ist. Zu den stärksten Eindrücken für die Schulkinder gehören außerdem die direkten Begegnungen zu einigen Wildtieren, die auf dem Projektgelände Zuflucht finden.

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Bilder oben: Steve und Elton, das kleine Büffelkalb. Das unglückselige Findelkind konnte Dank der Fürsorge des Chipembele Trust gerettet werden.

Neben seiner Arbeit mit den Schulklassen von Mfuwe engagiert sich der Chipembele Trust auch als Rehabilitationszentrum und Auffangstation für Tierwaisen, wie Elefantenbabies, deren Mütter von Wilderern erschossen wurden, von Dorfbewohnern aufgefundenen traumatisierten Meerkatzen
und jungen Antilopen. Hier wird versucht, diesen Tieren ein Überleben und die Rückkehr in die Wildnis zu ermöglichen.

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Bilder oben: Der Ausstellungsraum mit dem Wildlife Museum. Eigentlich für Kinder gedacht, bringt es auch erwachsene Besucher zum Staunen.

Ein Ausstellungsraum zeigt eine Vielzahl an Aspekten rund um die Wildtiere im Luangwatal. Es ist spannend aufbereitet: Da muss man raten,
welche Losung zu welchem Tier gehört und die Fruchtkapseln und Schoten verschiedenen Bäumen zuordnen. Sogar den Safarigästen widmet
sich die Ausstellung und erklärt den Kindern, warum die weißen Touristen z.B. immer eine Wasserflasche bei sich haben und meistens dicke
Trekkingschuhe tragen. Nicht nur mit den Augen eines sambischen Schulkinds betrachtet bietet diese Ausstellung eine Fülle spannender Objekte.

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Bilder oben: Eindrücke von Chipembele. An der “Supporters Wall” wird den Spendern gedankt.

Die Situation heute: Anna und Steve Tolan haben mit ihrem Projekt internationale Anerkennung gefunden und werden von vielen Menschen und Organisationen unterstützt. Alljährlich besuchen mehr als 1500 Schulkinder das Projekt und arbeiten mit Anna zusammen. Darüber hinaus organisiert
Anna Spenden, um besonders bedürftigen Schulkindern eine Ausbildung zu ermöglichen und sie ist zusätzlich bei der South Luangwa Conservation Society aktiv. Steve engagiert sich neben der Projektarbeit im Anti-Poaching-Bereich als ehrenamtlicher Wildlife Police Officer und Forestry Officer.

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Bilder oben: Diese Schüler konzentrieren sich auf eine Aufgabe, die Anna ihnen zuvor gestellt hat. Die meisten sind begeistert von den Projektbesuchen.

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Bilder oben: Spurenlesen für Kinder. Das Projekt liegt mitten im Wildlife-Gebiet und ist nicht eingezäunt. Elefanten, Löwen und Giraffen sind regelmäßige Besucher.

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Möchten Sie Chipembele besuchen?

Touristen sind willkommen, sollten sich aber voranmelden, damit ein Ansprechpartner vor Ort ist und sich Zeit nehmen kann. Es wird um eine Spende von 10 US$ pro Person gebeten, die direkt in das Projekt fließt.
Ferner sind Mitbringsel und Geschenke für den Schulalltag höchst
willkommen, wie z. B. Stifte und Malblöcke.

Bitte beachten Sie, dass es sich bei Chipembele erstrangig um ein Naturschutzprojekt und um ein pädagogisches Projekt für sambische Schulkinder handelt. Als Besucher sollte man sich deshalb bemühen,
den Tagesablauf möglichst wenig zu stören.

Kontakt: Chipembele liegt 16 km südwestlich von Mfuwe in der Lupande
GMA, direkt am Luangwa River. GPS: S 130 12.123’ E 0310 42.220’
Telephone : +260 216 246108
Email: info@chipembele.org
Skype name: chipembele67
 

Bulu_ThumbUnser besonderer Buchtipp: “Bulu - Der Afrikanische Wunderhund”.
Dieses Buch beschreibt das spannende Leben eines außergewöhnlichen Hundes im Luangwa Valley.
Es ist zugleich eine einfühlsame Beschreibung der Entstehungsgeschichte des Chipembele Wildlife Education Projects.
Bulu war der Jack Russel-Mischling von Steve und Anna Tolan und seine Geschichte ist sehr eng mit dem Aufbau
von Chipembele verknüpft. Wer sich für die Motivation der Tolans, für ihre Anfänge inmitten der Naturgewalten am Luangwa
und für das Leben in der Wildnis interessiert, wird das Buch verschlingen.

Die deutsche Ausgabe von “Bulu”ist im Buchhandel erhältlich und außerdem direkt im Shop des Hupe Verlags.

 

Weitere Informationen finden Interessierte unter www.chipembele.com und www.chipembele.org
Hier kann man auch direkt an das Projekt eine Spende anweisen (mit Kreditkarte oder Paypal).

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Bild oben: “Halbzahme Warzenschweine waren jahrelang die munteren Maskottchen von Chipembele. Leider wurden sie von einem Wilderer getötet.

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Direkt weiter zu den anderen Förderprojekten:
Chimfunshi Wildlife Orphanage, Painted Dog Conservation Project
und
Wildlife Action Group/Thuma Reserve Malawi

 

Impressum
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